Das Dao der Kampfkunst – Tai-Chi-Meister Lu Zhiyou


Das Dao der Kampfkunst – Tai-Chi-Meister Lu Zhiyou
Rhine Academic Forum in China – 8. Veranstaltung

Contact: Dr. Zhixin Deng, paradoxfish@hotmail.com, +86 18501080872
Date: September 2, 2016

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Dali zur Sommerzeit: Das Rhine Academic Forum schätzt sich sehr glücklich, gemeinsam mit dem Haigui Zentrum sowie Haigui.net Herrn Lu Zhiyou, einen wahren Tai-Chi-Meister, willkommen zu heißen. Meister Lu war so freundlich, sein aus nahezu 40-jähriger Tai-Chi-Praxis gewonnenes Wissen mit Gleichgesinnten zu teilen und vorzuführen.

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Herr Lu, geb.1956 in Luohe (Provinz Henan), repräsentiert die 12. Generation des Chen-Stil-Tai-Chi. Mit 16 Jahren erhielt er Xinyi-Quan-Unterricht unter Xinyi-Quan-Großmeister Yao Changjun. 1980 lernte er dann Shaolin Luohan-Quan unter Großmeister Hu Wenming, dem Vorstandsvorsitzenden der Kampfkunst-Vereinigung der Stadt Luohe sowie einst Anführer der Leibwache von Chiang Ching-kuo. 1981 lernte er das Yang-Stil-Tai-Chi unter Chen Xifang, dem Vorstandsvorsitzenden der Kampfkunst-Vereinigung der Stadt Luohe; parallel nahm Lu häufig an lokalen Tai-Chi-Wettbewerben sowie als Repräsentant Luohes bei provinzweiten Tai-Chi- sowie Tuishou-Wettbewerben (Henan) mit großen Erfolgen teil. 1991 wurde er offiziell unter Großmeister Chen Qingzhou aufgenommen; Großmeister Chen repräsentiert die 11. Generation des Chen-Stil-Tai-Chi in Chenjiagou und ist auch als „Tai-Chi-Eremit“ bekannt. 1997 wurde er für den Eintrag in das Zhongguo Renmin Wushujia Mingdian (Namenslexikon Chinesischer Kampfkünstler) ausgewählt. Meister Lus Kenntnisse zeichnen sich durch eine ganzheitliche Tiefe aus. Seine Erfahrungen im Chen-Stil-Tai-Chi ist sehr umfassend, ganz egal ob es sich um einzelne Bewegungen, Bewegungsabläufe, der theoretischen Grundlage oder der Kampfpraxis handelt. Auch implementiert er die Essenz des Yang-Stil-Tai-Chi in seinen eigenen Stil und brilliert u.a. ganz besonders im Tai-Chi-Tuishou sowie –Nafa (Grifftechnik). Aktuell ist Meister Lu Vorstandsmitglied der Henan Chen-Stil-Tai-Chi-Vereinigung, 2. Vorsitzender der Kampfkunst-Vereinigung der Stadt Luohe, Vorsitzender der Henan Shali Forschungsgesellschaft für Chen-Stil-Tai-Chi, Vorsitzender der Stadt Luohe Forschungsgesellschaft für Chen-Stil-Tai-Chi sowie Vorsitzender des Gesellschaftszweigs Luohe des Zentrums für die Popularisierung des Chenjiagou-Tai-Chi. Im offiziellen Duan-Rankingsystems für chinesische Kampfkunst verfügt Meister Lu über den 7. Duan. Weiterhin nimmt er regelmäßig an Tai-Chi-Veranstaltungen u.a. zum Austausch in und außerhalb von China teil.

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Aus dem Shidao (Xiu Yang) in freier Übersetzung:
Wer lehrt, tut dies als Philanthrop mit positivem Charakterzug, fördert gute und verringert negative Elemente. Das eigene Verhalten entspricht dem Dao. Im kreativen Prozess als auch der Lehre spiegelt sich der eigene Charakter wieder. Zu motivieren und zu fördern sind die Mittel zum Erfolg. Das reine Lehren ist nicht ausreichend; Unklarheiten gilt es zu lösen und Ängste gilt es zu nehmen. All dies dient zur Weitergabe des Dao. Die moralische/ seelische Kultivierung ist das Fundament der Kampfkunst, sie bestimmt das Lehren und führt zum großen Dao. Das alles dient zur Anbahnung der Kampfkunst hin zum Dao.

Im Werdegang seiner langjährigen Kampfkunstpraxis kombinierte Meister Lu die charakteristischen Stärken mehrerer Großmeister der Vorgeneration(en) miteinander. Dabei beschränkte er sich nicht auf die Form, sondern leistete Pionierarbeit, indem er mit starren Strukturen bricht und im Rahmen strenger Weitergabe des Erbes ein neuartiges System von Kampfkunstlehre als auch -praxis entwickelt und dabei keine Stilschulen diskriminiert. Es eignet sich als Forschungsgegenstand der Bewegungswissenschaft. Die Verbindung von Form und Sinn sowie die Methodik der Hände, Augen, des Körpers, der Schritte, der „Fütternden Hand“ (Weishou, eine Art passive Form bei Partnerübungen), der Partnerübungen, des freien Kampfs usw. als auch eine sich natürlich entwickelnde Konditionierung fließen alle mit ein. Meister Lu passt seine Lehrmethodik den individuellen Anlagen und Fähigkeiten des jeweiligen Lehrlings an und investiert ungeachtet der unterschiedlichen Niveaus viel Zeit darin, sie zum Dao des Tai-Chi zu leiten und ihnen dabei Orientierung zu geben. Innerhalb der Konventionen wird ihnen die Freiheit gelassen, ihre individuellen Stärken zu entfalten. Dabei gibt er einfache, nachvollziehbare Anweisungen in Wort und Praxis. In seinem Ausspruch spiegelt sich seine Integrität wieder: „Das Erbe in den richtigen Worten weiterzugeben wirkt stets sehr schlicht und langweilig. Erst in seiner Ausführung wird Kung-Fu spannend.“

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In seiner Kampfkunst rekonstruiert Meister Lu den Kern des Neijia (kategorisierender Terminus der chinesischen Kampfkunst, etwa „Innerer Stil“): Longhuerjin, die beiden Energien, die des Drachen und die des Tigers. Beim Longhuerjin handelt sich um einen uralten Gegenstand der Kampfkünste des Neijia, der bereits in alten Lehrbüchern auftaucht. Die Wirbelsäule wird mit einem großen Drachen, und der Hüftbereich mit einem wilden Tiger verglichen. Die Kraft aus der Wirbelsäule nennt sich Longjin (Drachenkraft oder -energie), ganz so wie Longjinsougu, d.h. so ähnlich wie bei einem Drachen, der seine (Wirbel-)knochen zusammenzieht bzw. streckt. Doujin, in etwa: die erschütternde Kraft, kommt aus der Hüfte. Man nennt diese Energie Hujin, die Kraft des Tigers. Dabei kommt es auf die Fertigkeit und Kraft aus der „Tigerhüfte“ an. Die Wirbelsäule, Stütze des Rückens, ist elastisch, d.h. der gesamte Körper besitzt eine elastische Beweglichkeit. Die Schritte katzengleich, der Körper wie gestählt und der Tiger wie ein geisterhafter Schatten; man könnte einen solchen Körper auch als Youlong (etwa: schwimmender Drache) beschreiben, während die Schritte katzengleich wirken. Erlebt man dies in seiner Vollendung, bedeutet dies Folgendes: mit jeder Bewegung setzt sich auch alles andere in Bewegung, nichts bleibt unberührt.

Im Zhuangzi heißt es: „Viele Menschen empfinden Gewinn als das Wichtigste, für reine Gelehrte hingegen ist es Ruhm. Für die Weisen und Fähigen sind ihre Ambitionen wertvoll. Der Weise schätzt Reinheit in ihrer Essenz.“ Meister Lu unterrichtet nicht, um sich selbst zu bereichern. Stattdessen hilft er durch das Dao der Kampfkunst anderen Menschen; darin liegt sein Ziel. Er versteht es als seine Aufgabe, das Dao der Lehre (Shidao) unter dem Himmel (Tianxia) weiterzuführen, Menschenliebe als Fundament seiner Lehre zu implementieren, die Ganzheit des Individuums zu kultivieren, die Aufrichtigkeit im Herzen eines Kampfkünstlers zu stärken und mit allen Kampfkünstlern einen Austausch zu pflegen. Durch die Natürlichkeit des moralischen Charakters soll die Lehre des Tai-Chi mehr Menschen erreichen. Lehrmethodik und Moral im Einklang wirkt sich ganzheitlich auf Körper und Geist aus. Ein Moment der Stille, ein Moment der Rührung, in beidem wurzelt das jeweils andere. Das große Dao des Tai-Chi besteht eben in der ganzheitlichen Einheit beider Seiten des Lebens. Dies ist das große Dao des Tai-Chi (Taijiquan Dadao).

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Herr Ji, aus Shanxi, berichtet von seinen Erfahrungen und seinem Verständnis durch viele Jahre Tai-Chi-Praxis. Er war einst für viele Jahre in Beijing und durfte schon einige Großmeister miterleben, darunter befanden sich sehr bekannte Namen. Er sagt, dass Meister Lu nicht nur die hervorragende Technik auszeichnet, vielmehr ist es die Qualität seiner pädagogischen Kompetenz, die man woanders sonst selten findet. Er wird seinem Ruf als Meister gerecht; im Grunde kann man noch eher von einem ”明“师 Mingshi sprechen (Hononym zu 名师, etwa bekannter/ berühmter Meister; 明 kann hier u.a. als „bewusst“ verstanden werden, d.h. hier: sich seiner Fähigkeiten bewusst sein). Meister Lu pflegt einen unkomplizierten, offenherzigen Umgang und ist seinen Lehrlingen gegenüber immer ein Vorbild in Wort und Tat. Ihnen gegenüber verbirgt er keine Geheimnisse; ihm liegt vielmehr daran, dass sie den Lehrinhalt nachvollziehen können. Das ist eine Eigenschaft, die sehr viel von einem Lehrer abverlangt. Dass Meister Lu darin brilliert, ist letztendlich das Ergebnis seines breiten Horizonts und seiner nahezu 40-jährigen intensiven Praxis, in der er unter unermüdlichem Einsatz das Erbe in seiner gänzlichen Breite und Tiefe an die nächsten Generationen weitergibt.

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Herr Dong, aus Beijing, berichtet über eigene Erfahrungen aus seiner Kampfkunst-Praxis: „Innerhalb dieser beiden Jahre wurde Meister Lus Unterricht immer detaillierter. Es gibt zwar zahlreiche Bücher, die sich theoretisch mit Tai-Chi auseinandersetzen; auch existiert heutzutage eine unüberschaubare Anzahl an Videos zum Thema im Internet. Meister Lu geht in seinen Vorträgen und Vorführungen sehr akribisch vor. Er begleitet seine Lehrlinge bei jeder Wiederholung. Auch wenn wir zeitweise nicht ganz in die Dimension des Meisters vorzudringen vermögen, gibt er uns doch zu verstehen, dass es immer einen Weg gibt. Wer auf diesem beständig voranschreitet und noch mehr Fleiß in die eigenen Übungen investiert, wird immer Fortschritte erleben.“

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Herr Shi, aus Beijing, erzählt: „Nachdem ich mit Meister Lu Tai-Chi praktizierte, erlebte ich Tai-Chi in direktem Bezug auf den eigenen Verfassungszustand in Form selbstkultivierender und meditativer Eigenschaften. Innerhalb der Bewegungen, aber auch sonst bei Nervosität oder Spannungen, übt man, innerlich zu entspannen und zur Ruhe zu finden. Gleichzeitig lernt man unter Anleitung des Meisters, sein Selbstbeobachtungs- und Selbsteinschätzungsvermögen zu verbessern. Durch die körperliche Präzisierung taucht man in einen Zustand intensiver geistiger Konzentration ein: die Sinne werden geschärft und ein höherer Bewusstseinsgrad wird erreicht. Das Tai-Chi, welches mich Meister Lu lehrt, ist nicht einfach nur Kampfkunstlehre, vielmehr handelt es sich um sehr wertvolle Erfahrungen. In jeder Lebenssituation kann ich davon profitieren und neue Erkenntnisse gewinnen.“

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Herr Sun, aus Beijing, teilt seine Erfahrungen mit Tai-Chi und Herrn Lu. Dabei zieht er Aspekte mit ein, die sich auf Kunst und Raum beziehen: „Eigentlich plante ich Anfang Juli, in die Vereinigten Staaten zu gehen. Doch dann traf ich Meister Lu und lernte von ihm Tai-Chi. Es verging immer mehr Zeit… schließlich entschied ich mich für Meister Lu in Dali. Ich lernte weiter, behielt die Idee, in die Vereinigten Staaten zu gehen, aber noch im Hinterkopf. Allein das, was ich in diesem Monat gelernt habe, hat mein Empfinden schon tief geprägt. Räumlich würde ich das so beschreiben: es existiert kein Ort ohne das Yin und das Yang des Tai-Chi; ob oben, unten, vorne, hinten… jede Bewegung trägt die Harmonie von Yin und Yang in sich. Auch wenn ich erst seit einem Monat Tai-Chi lerne und die Bewegungen noch längst nicht dem Ideal entsprechen, so habe ich doch das Gefühl, ganz tief in die Welt des Tai-Chi eingetaucht zu sein. Es ist eine Welt, welche mir sehr zusagt.“

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Frau Wang, aus Beijing, sagt: „Vielen herzlichen Dank an den Meister. Durch seinen Unterricht erlangen wir ein besseres Verständnis für die Kampfkunst. Häufig sagt er: ‚Kleine Fehler bringen große Konsequenzen mit sich…‘ Egal ob er selber übt, andere unterrichtet oder Forschungen betreibt, in jeder Situation verbessert er mit einer unglaublichen Sorgfalt. Als Lehrling bekommt man dadurch sofort ein Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Der Meister sagt häufig auch, dass Tai-Chi eine Sportart ist, die über spiralförmige, drehende und elastische Elemente verfügt. In dieser Hinsicht habe ich nach den Übungen auch ein paar Erfahrungen gemacht. Ich würde es als einen filigranen Bewegungsablauf beschreiben, der sich quasi wie ein Programm in mein Gehirn einspeist und durch meine Gliedmaßen Bewegungen durchführt. Anfängliche Schwere, die noch tief in Knochen und Muskeln steckt, wandelt sich ganz so, als würde man Mahua (eine chinesische, gebackene, zopfartig geformte Speise) auswringen und dabei ein Gummiband hervorbringen. Gleichzeitig erhält der Körper eine erstaunliche Geschmeidigkeit und Kraft, aus derer Einheit eine harmonische Balance in der Körpermitte aufblüht. Ich habe das Gefühl, mir eine ganz lebendige Kultur anzueignen.“

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Frau Zhu, Inhaberin des Shanshui-Yanju, fasst ihren Eindruck wie folgt zusammen: „Nun ist ein Monat wie im Fluge vergangen. Jeden Tag übte der Meister mit uns unterunterbrochen von vormittags bis in den Nachmittag und wiederholte die Übungen mit uns immer und immer wieder. Es blieb mir gar keine andere Wahl, als die Zähne zusammenzubeißen, den Blick nach vorne zu richten, und mich durchzukämpfen. Ich hoffe sehr, dass der Meister zukünftig jährlich im Sommer nach Dali kommt und uns noch weiter vorantreibt.“

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Dr. Deng, ein Gründungsmitglied des Rhine Academic Forum sowie Verantwortlicher und Repräsentant unseres Zweiges in China, sagt, als er letztes Jahr in Dali Meister Lu und seiner Gattin zum ersten Mal begegnete, war er bereits fest dazu entschlossen, ihn als seinen Meister auszuwählen. Zwar war er im Laufe des Jahres beruflich bedingt zeitlich sehr eingespannt sowie u.a. mit der Hochzeit sehr beschäftigt, doch hielt es ihn nicht davon ab, weiterhin die 24-Formen (eine Tai-Chi-Variante mit eben 24 Formen) zu praktizieren, die der Meister ihm persönlich beibrachte. Das gesundheitliche Bewusstsein und die Kultivierung von Körper und Geist taten ihm offensichtlich gut; nicht nur konnte er damit seine Rücken- und Hüftbeschwerden lindern, die durch arbeitsbedingten Stress entstanden, selbst die Verletzung, die er sich beim Fußballspielen zuzog und eine Knieoperation zur Folge hatte, besserte sich merklich. Im Kampfkunstunterricht vermeidet der Meister jegliche unnötig komplizierten oder mystisch anmutenden Theorien. Stattdessen zieht er eine simple, nachvollziehbare Vorführung vor und verfeinert damit ganz persönlich die Materie. Sein Unterricht wird regelmäßig von Metaphern begleitet. Diese sollen dazu beitragen, die Verbindung zum großen Dao in der Einheit von erworbenem Wissen und Ausführung zu fördern und den Glücksmoment des reinen großen Dao zu verinnerlichen.

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Meister Lu hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Tai-Chi weiterzuentwickeln und die Tradition zu erhalten. Dabei ermahnt er seine Lehrlinge: „Das Pflichtbewusstsein zur Tradierung des nationalen Erbes muss gegeben sein!“ Auch wenn er über ein umfassendes Können verfügt, Meister Lu ist stets bescheiden und sehr menschlich geblieben. Viele Tai-Chi-Begeisterte nehmen weite Strecken auf sich, um – in der Hoffnung, von ihm unterrichtet zu werden – bei ihm vorstellig zu werden. Eine Grundvoraussetzung, damit er jemanden in der Kampfkunst unterrichtet, ist eine positive moralische Grundeinstellung, die man mitbringen muss. Dabei betont er, dass, auch wenn Tai-Chi eine Kampfkunst darstellt, das Ziel nicht in der Kampflust liegt, sondern in einer ganzheitlichen, harmonischen Lebenseinstellung, mit welcher man durch die Kampfkunst in das Dao eintaucht.

Es folgt ein Gedicht von Herrn Ma aus Luohe. Vielleicht kann man anhand der Verse die tiefe Dankbarkeit der Lehrlinge besser zum Ausdruck bringen:


风雨六十载,
一生太极人。
躬身扬国粹,
丹笔写师魂。
仁厚行世间,
无欲心自沉。
桃李青山育,
玉壶冰心存。

(Frei übersetzt)
(Frei übersetzt)
60 Lebensjahre voller Erfahrung,
Ein ganzes Leben dem Tai-Chi gewidmet.
Mit ganzem Einsatz zur Kunde der Seele dieses Landes,
Des Meisters Seele in roter Tusche.
Auf der Welt in Menschlichkeit,
Ohne Verlangen im Herzen, sondern innere Ruhe.
Pfirsiche auf grünem Berge,
Ein Eiskristall im Jadekrug.

Anmerkung des Übersetzers (Herr Yang): Einige Metaphern bzw. Chengyu-Redewendungen setzen historisch-literarisches Vorwissen voraus und können nicht auf reiner Textebene abgeleitet werden. Eine oberflächliche Textinterpretation ist nicht sinnvoll, da manche Elemente sehr alte Ursprüngen in sich tragen. Im Laufe des Sprachwandels haben sich zudem die Wortbedeutungen z.T. stark geändert; häufig haben ganze Chengyu sowie einzelne Zeichen je nach Kontext einen historischen Hintergrund, deren konkrete Inhalte für eine korrekte Interpretation nötig ist. Die Widmung ausformuliert zu übersetzen, würde wiederum der ästhetischen Form nicht gerecht werden. Daher sehen Sie hier einen Versuch, die poetische Atmosphäre mitsamt ihrer charakteristischen Bildlichkeit abzubilden.

An dieser Stelle möchten wir uns herzlichst bei Frau Zhu bedanken, die so freundlich war, uns die herrlichen Räumlichkeiten als Veranstaltungsort zur Verfügung zu stellen. Ein großes Dankeschön gilt auch Herrn Zhang. Er unterstützte uns ebenfalls sehr tatkräftig durch seine sehr gelungenen Aufnahmen, und auch der Schnitt ist erst durch ihn so hervorragend geworden. Vielen Dank auch an Herrn Dong für seine Bilder. Schließlich möchten wir uns natürlich auch an alle anderen Teilnehmerinnen sowie Teilnehmer bzw. Gäste herzlich bedanken!

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